BFH: Bestimmung des Werts eines Kommanditanteils mit negativem Kapitalkonto

Ist der gemeine Wert des Anteils eines Kommanditisten am Gesamthandsvermögen der Personengesellschaft bei Anwendung des § 97 Abs. 1a Nr. 1 BewG negativ, ist dieser Wert auch dann bei der Bewertung des Kommanditanteils für Zwecke der Schenkungsteuer zugrunde zu legen, wenn der Kommanditist seine Kommanditeinlage vollständig erbracht hat und er nicht nachschusspflichtig ist.

BFH: Organschaft und finanzielle Eingliederung

Eine finanzielle Eingliederung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG liegt auch dann vor, wenn bei der Organgesellschaft aufgrund ihrer Satzung für Gesellschafterbeschlüsse eine Mehrheit von 2/3 erforderlich ist, der Organträger aber über eine Beteiligung von 60 % der Anteile verfügt und er den einzigen Geschäftsführer der Organgesellschaft stellt.

BFH Pressemitteilung: Betriebsausgabenabzug und Rückstellung für die Vergütung des Insolvenzverwalters

Insolvenzschuldner können Insolvenzverwaltervergütungen als Betriebsausgaben abziehen, soweit die Geschäftsführung des Insolvenzverwalters dazu dient, betriebliche Verbindlichkeiten des Insolvenzschuldners zu befriedigen. Das hat der BFH entschieden und damit eine für die Insolvenzpraxis wichtige Frage rechtsgrundsätzlich geklärt. 

Serie: Ausländische Unternehmen in Deutschland: Wann wird ein ausländisches Unternehmen in Deutschland steuerpflichtig?

Eine Geschäftstätigkeit in Deutschland führt nicht automatisch zu einer deutschen Betriebsstätte. Entscheidend sind die tatsächlichen Verhältnisse. Für die Besteuerung ausländischer Unternehmen müssen anschließend das deutsche Steuerrecht und das einschlägige DBA aufeinander abgestimmt werden.