EDITORIAL 07_2013 – Spitzensteuersätze im Vergleich

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beim Blick über den nationalen Tellerrand ist der deutsche Fiskus kein Sparmeister. Nach Berechnungen der Eurostat, dem EU-Pendant zum Statistischen Bundesamt, liegt der durchschnittliche Spitzensatz der Einkommensteuer in den 27 Staaten der EU im Jahr 2013 bei 38,3 Prozent, ein Anstieg gegenüber 2012 (38,1%), jedoch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2000 (44,8%). Die höchsten Spitzensteuersätze auf Einkommen im Jahr 2013 verzeichnen Schweden (56,6%), Dänemark (55,6%), Belgien (53,7%), Portugal (53,0%), Spanien und die Niederlande (je 52,0%), die niedrigsten Bulgarien (10,0%), Litauen (15,0%), Ungarn und Rumänien (je 16,0%). Deutschland liegt mit 47,5 Prozent im obersten Drittel und über dem Durchschnitt.

Im Vergleich hierzu liegt der durchschnittliche Steuersatz für Körperschaften in der EU27 im Jahr 2013 bei 23,5%, ein leichter Anstieg gegenüber 2012 und ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Jahres 2000. Die höchsten Körperschaftsteuersätze im Jahr 2013 verzeichnet Frankreich (36,1%), Malta (35,0%) und Belgien (34,0%), die niedrigsten Bulgarien und Zypern (je 10,0%) sowie Irland (12,5%). Deutschland liegt mit 29,8 Prozent ganz gut im Rennen. Der Regelsatz setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer sowie gegebenenfalls aus Zusatzabgaben, lokalen Steuern und weiteren Abgaben auf Steuerbemessungsgrundlagen, die der Körperschaftsteuer ähneln, aber häufig nicht mit ihr identisch sind, etwa die Gewerbesteuer.

Der durchschnittliche Normalsteuersatz der Umsatzsteuer in der EU27 liegt 2013 bei 21,3%, ein leichter Anstieg gegenüber 2012. Im Vergleich zum Jahr 2012 haben sechs Mitgliedstaaten in 2013 ihre Mehrwertsteuersätze erhöht, nur Lettland hat den Satz verringert. Der Normalsatz reicht 2013 von 15% in Luxemburg bis 27% in Ungarn. In Deutschland sind es 19%.

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